
Was wäre das Leben ohne Essen? Genau! Und um die größte Erfindung seit dem geschnittenen Toastbrot, nämlich das Essen, angemessen zu ehren, bitten wir zu Tisch. Derek Bourgeois‘ „Menu Gastronomique“ bildet die große Klammer. Und was ist es lecker: Menü Nr. 1 besteht aus gebratenen Jakobsmuscheln, normannischer Seezunge und Crêpes Suzette. Hmmm! (Und dabei war Derek Bourgeois trotz seines Nachnamens gar kein Franzose, sondern Engländer). Weiter geht es mit „Godzilla eats Las Vegas“ von Eric Whitacre. Das klingt jetzt nicht ganz so schmackhaft, aber wer weiß schon, was japanische Ungeheuer so mögen. Auf jeden Fall ein Mordsspektakel! In Derek Bourgeois‘ Menü Nr. 2 servieren wir unter der Leitung unseres sympathischen Co-Dirigenten David Dufour-Boivin (der trotz seines Nachnamens auch kein Franzose ist) (aber immerhin ist seine Muttersprache französisch, er kommt nämlich aus Kanada) Hummer Thermidor als Vorspeise, Coq au Vin als Hauptgang und Crème Brûlée als Dessert. Hmmm! Wo wir gerade bei Mordsspektakel waren: In Dana Wilsons „The Banquet… and the poison soup plot“ dreht sich alles um ein finsteres Komplott, bei dem die Vergiftung der Gäste mithilfe der Suppe für nicht näher bezeichnete Schurken oberste Priorität hat. Doch keine Sorge, alle werden gerettet. (Dana Wilson ist übrigens trotz seines für uns weiblich anmutenden Vornamens keine Frau, sondern ein Mann). Im Menü Nr. 3 wird es moralisch etwas bedenklich, denn als Entrée gibt es Pâté de Foie Gras, die – wie der Experte weiß – im Wesentlichen aus Entenstopfleber besteht. Pfui! Doch der Hauptgang versöhnt mit „Tournedos Rossini“. Und wenn einem die eine oder andere Melodie aus diesen Filet Mignons, serviert auf einem Crouton, getoppt mit Trüffeln und – nun ja – Entenstopfleber an einer Madeira-Sauce, bekannt vorkommt, dann hat das weniger mit dem Gericht, als mit Gioachino Rossini zu tun, bei dem Derek Bourgeois hemmungslos geklaut hat. Oder sagt man „nachempfunden“? Den krönenden Abschluss, wenn wir kaum noch „papp“ sagen können, bildet das dritte und letzte Dessert: Tarte Tatin. Hmmm!
Das Ganze steht unter der Leitung des großartigen David Rodeschini (der trotz seines Nachnamens kein Landsmann von Gioachino Rossini, sondern französischsprachiger Schweizer ist).
Wir spielen am 6. Juni 2026 um 18:00 Uhr in der bewährten Emmaus-Kirche am Lausitzer Platz in Berlin-Kreuzberg. Der Eintritt ist frei (aber Spenden nehmen wir natürlich gern). Wir freuen uns auf Euch. Guten Appetit!

